krimis in Europa
n°1 Mai-Juni 2005

 

 

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Le Funambule, der neue Verlag in Spanien

Der neue spanische Verlag Le Funambule ruft - neben anderen ambitionierten Projekten - eine neue Reihe mit romans noirs ins Leben. Der Herausgeber Max Lacruz will damit an das Erbe seines Vaters anknüpfen, des inzwischen legendären Mario Lacruz, der ein Herausgeber und Pionier des noir-Genres in Spanien war. Auch wenn unter den ersten Titeln des Verlages bereits ein abgedrehter und sehr origineller roman noir zu finden ist, nämlich Les nègres du traducteur (Die Nigger des Übersetzers) des Franko-Canadiers Claude Bleton, wird sich Le Funambule mit einer speziellen Reihe direkt in das Genre stürzen. Der erste Titel dieser Reihe, dessen Erscheinen im Mai vorgesehen ist, wird James McClures Leopardo de la Medianoche (Leopard um Mitternacht) in einer Übersetzung von Ramon Garcia sein. Im Juni folgt Concierto para disparos y orquesta (Konzert für Schüsse und Orchester), einem geretteten Jugendwerk von Mario Lacruz, das in seinem geheimnisumwitterten Schrank gefunden wurde, in dessen Innereien die Familie weitere bislang unveröffentlichte Romane entdeckt hat.

Zeki, April 2005
Übersetzung : Alexander Ruoff

 

 

Die Dinge kommen in Bewegung : "La casa Ciega"

Anscheinend gerät auch die spanische Krimilandschaft in Bewegung. "La casa ciega" heißt die neue Reihe des EDAF Verlages. Eine neue, ziemlich originelle Reihe, die sich in einem spanischsprechenden Kontext dem schwierigen literarischen Genre der Erzählung widmet. Der Schriftsteller Fernando Martinez Lainez gibt die Reihe heraus, versieht die einzelnen Ausgaben mit einer Einleitung und plant populäre Beiträge des Genres zu veröffentlichen. Seine Auffassung des Genres ist ziemlich großzügig. Es kann sich um klassische Ermittlungskrimis, historische Erzählungen, Fantasy, Abenteuergeschichten, Horrorgeschichten, Spionage oder Science Fiction handeln, mit der Voraussetzung, dass es eine Geschichte und einen Plot gibt.

Jeder Band enthält drei Erzählungen, eine von einem spanischen und zwei von lateinamerikanischen Autoren. Die vier ersten Nummern der Reihe sind bereits erschienen (1), die beiden nächsten erscheinen Ende Mai. Geplant ist monatlich oder zweimonatlich einen Band zu verlegen.

(1) Die Autoren der ersten Reihe sind: Andreu Martin (Spanien), Rafael Ramirez Heredia (Mexico) und Horacio-Vázquez Rial (Argentinien). In der zweiten Nummer schreiben: Juan Madrid (Spanien), Marco Aurelio Carballo (Mexico) und Amir Valle (Kuba). Für die Nummer Drei schreiben: Elia Barceló (Spanien), Rebeca Murga (Kuba) und Eugenio Aguirre (Mexiko). Die Nummer Vier enthält Beiträge von: Poli Délano (Chile), Antonio Gomez Rufo (Spanien) und Lorenzo Lunar (Kuba).

Zeki, April 2005
Übersetzung :

 

 


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