Ein
junger Schriftsteller, Fernando Morillo aus der baskischen Provinz
Guipúzcoa, gewann mit Gloria Mundi 2004
den Agustín
Zubikarai Preis für seinen auf baskisch veröffentlichten
Roman. Vor einigen Tagen hat der Verlag Ttarttalo in seiner
Kollektion „Abra“ den
Roman auf Spanisch (kastilische Mundart) mit dem gleichen Titel
veröffentlicht.
Die Tatsache, dass das Original auf Latein ist, macht es einfacher,
den Text ins kastilische, baskische oder polnische zu übertragen.
Gloria
Mundi ist ein Roman, der die Epoche des Kalten
Krieges mit der aktuellen Donostia (bask. Name für San
Sebastian.) verknüpft, in dem reale Persönlichkeiten
mit fiktiven vermischt werden.
Im Jahre
1947 entdeckt Robert Oppenheimer, Vater des „Manhattan
Projektes“, zufällig die Existenz einer Theorie,
die die eigene Stabilität des Planeten in Gefahr bringen
könnte.
Entsetzt über seine möglichen Konsequenzen tritt
er in Kontakt mit Albert Einstein und anderen Wissenschaftlern
hohen Ranges,
um zu
verhindern, dass dieses Projekt umgesetzt wird. Die wissenschaftlichen
Erkenntnisse können nicht von einer Person
monopolisiert und von der Öffentlichkeit geheim gehalten
werden, sondern dass, was eine geniale Person entdeckt hat,
kann genauso gut
auch von einer anderen genauso schlauen Person, etwas später
entdeckt werden. Das ist, was Mireira Elosegi, eine leidenschaftliche
Wissenschaftlerin
aus Donostia, passiert, die glaubt diesen neuen Stein der Weisen
entdeckt zu haben, dessen Existenz einige Generationen an Wissenschaftlern
zuvor
leugneten. Wägt man den guten Willen von vielen Wissenschaftlern
oder Forschern ab, muss man auch feststellen, dass in diesen
Zeiten die Wissenschaft weder neutral noch frei von dem Spiel
der großen
Mächte ist, was den CIA und eine mysteriöse Organisation
mit unbekannten Zielen bald veranlasst zu intervenieren.In
Mitten dieses Chaos sehen sich ein Journalist namens Joseba,
ein (früherer intimer) Ex- Freund von Mireira Elosegi
und seine aktuelle Freundin, eine baskische Polizistin namens
Amaia, gezwungen zu intervenieren,
um Ordnung in das wachsende Chaos zu bringen, ein Chaos, das
auch die persönlichen Gefühle betrifft.
Mit Gloria
Mundi vertieft sich der baskische Roman in
internationale Intrigen, bleibt dabei aber mit den Füßen
fest auf baskischem Boden. Es ist ein sehr komplexer Roman,
der uns aber eine stringente Geschichte erzählt, einfach
zu lesen und mit einer pädagogischen Berufung, die normalerweise
kontraproduktiv ist, aber in diesem Fall, der Erzählung über
Wissenschaft und Forschung nichts anhaben kann. Der Autor behandelt
diese Themen
mit Leidenschaft, ohne dabei unkritisch zu werden, da er die
Unzulänglichkeiten
der Wissenschaft gut zu kennen scheint.