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Luis Gutirrez Maluenda: Los muertos no tienen amigos (Tote haben keine Freunde) PDF Drucken
Geschrieben von Empar Fernndez   
Dienstag, 15 Mrz 2011

Luis Gutiérrez Maluenda: Los muertos no tienen amigos (Tote haben keine Freunde)
Barcelona: Flamma. 208 S. 17,50 €.

Übersetzung der Rezension: Doris Wieser 

ImageDer Protagonist von Los muertos no tienen amigos (Tote haben keine Freunde) ist der Privatdetektiv Basilio Céspedes, genannt Humphrey. Er wohnt in Barcelona, im Stadtteil Poble Sec, und taucht in die düstersten Sphären der Stadt ein. Entgegen aller Erwartungen ist Humphrey kein gewöhnlicher Detektiv. Er trinkt sporadisch, vor allem wenn er seinen Liebeskummer ertränken will, jegliche Arten von Gewalt lehnt er ab und Gefahren geht er geflissentlich aus dem Weg. Seine Fälle haben in der Regel keinen besonderen Reiz. Meist handelt es sich um verheiratete Männer oder Frauen, die ihre Ehepartner in verstohlener Begleitung erwischen wollen, um bei der Scheidung mehr für sich herausschlagen zu können.

In Los muertos no tienen amigos wird Humphrey jedoch Zeuge des Todes zweier Bekannter, was ihn völlig konsterniert. Er aktiviert all seine Kontakte - eine Galerie von wirklich sehr liebenswerten Figuren - um die schmutzige Angelegenheit ans Licht zu fördern. Gleichzeitig lernt er Ángela kennen, eine der wichtigsten Frauen seines Lebens, um sie auf die denkbar unpoetischste Weise wieder zu verlieren.

Luis Gutiérrez Maluenda, Autor des Kriminalromans Putas, diamantes y cante jondo (Nutten, Diamanten und Flamencogesang) sowie des hervorragenden Música para los muertos (Musik für die Toten), legt nun einen weiteren Kriminalroman vor, der die bekannten Modelle überbietet und die Gattung für den realitätsnahen Umgang mit den übelsten Verbrechen adaptiert. Er stellt Handlungen dar, die direkt vor unserer Haustür oder der unserer Nachbarn geschehen könnten.

Lustig und bitter zugleicht, strömt Los muertos no tienen amigos den Duft einer Abenddämmerung aus, der die Lektüre zu einer versuchsweisen Annäherung an unseren Nächsten werden lässt, der gerade die schlimmsten Momente seines Lebens durchmacht.

Der äußerst empfehlenswerte Roman wird von der ersten bis zur letzten Seite Fans von Carvalho (Vázquez Montalbán) oder Méndez (Ledesma) nicht enttäuschen, ebenso wenig wie diejenigen, die sich gern im heruntergekommenen Chinesenviertel von Barcelona verlieren.

Lesen Sie unbedingt den Epilog!

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 29 April 2011 )
 
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